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Ein Wasserfangkasten sammelt Wasser aus einem oder mehreren geplanten Zuläufen, also Zuflüssen beziehungsweise einmündenden Leitungen, und führt es in ein Fallrohr weiter. Er kann unterschiedliche Anschlusslagen oder Höhen überbrücken, speichert das Wasser aber nicht. Für die Auswahl sind Anzahl und Lage der Zuflüsse, Rohrdurchmesser, Ablaufposition, also die Lage des unteren Auslaufs, Einbauhöhe und Platz an der Fassade entscheidend. Der Kasten muss so eingebunden sein, dass Wasser kontrolliert ein- und ablaufen kann und die Reinigung möglich bleibt. Bei Anschlüssen an Flachdach, Terrasse oder Attika - einem aufgekanteten Dachrand - ist zusätzlich eine fachgerechte Einbindung in die Abdichtung erforderlich.
Ablaufposition und Bauform wählen
Ein mittiger Ablauf passt, wenn das Fallrohr direkt unter dem Kasten angeordnet werden kann. Ein seitlich versetzter Ablauf kann bei begrenztem Platz hilfreich sein. Die Bauform darf jedoch nicht nur nach der Optik gewählt werden. Zuflüsse und Rohrweg müssen ohne ungünstige Verengung zusammenpassen.
Sonderfälle fachlich planen
An Flachdächern, Terrassen oder Attiken ist der Anschluss an die Dachabdichtung besonders wichtig. Hier können zusätzlich ein sicherer Überlauf und eine getrennte Notentwässerung, also ein zusätzlicher Wasserweg für festgelegte Überlastungsfälle, erforderlich sein. Plane auch einen Überlastungsweg, also einen sicheren Wasserweg bei Starkregen oder Verstopfung. Solche Anschlüsse gehören in eine fachgerechte Planung.
Häufige Fragen
Welche Anschlussmaße brauche ich für einen Wasserfangkasten?
Für einen Wasserfangkasten brauchst Du Anzahl, Form, Durchmesser, Höhe und seitliche Lage aller einmündenden Leitungen. Zusätzlich müssen Position und Durchmesser des unteren Auslaufs, Wandabstand sowie verfügbare Breite und Höhe feststehen. Der größte Rohrdurchmesser allein reicht nicht, weil alle Zuflüsse und der anschließende Fallrohrweg zusammenpassen müssen.
Wann brauche ich einen Wasserfangkasten mit mittigem oder seitlichem Auslauf?
Ein mittiger Auslauf passt, wenn das Fallrohr unmittelbar unter dem Wasserfangkasten verlaufen kann. Ein seitlich versetzter Auslauf kommt infrage, wenn Fenster, Pfeiler oder ein Fassadenversatz die Rohrführung verschieben. Entscheidend ist die Lage des unteren Auslaufs über dem geplanten Fallrohr, nicht allein die Optik des Kastens.
Wie bleibt ein Wasserfangkasten für Reinigung und Kontrolle zugänglich?
Ein Wasserfangkasten muss so angeordnet sein, dass Ablagerungen und Verstopfungen kontrolliert und entfernt werden können. Plane ausreichend Zugang zur Öffnung und verdecke sie nicht dauerhaft durch Bekleidungen oder schwer lösbare Bauteile. Ein äußerlich passender Kasten ist ungeeignet, wenn Zuflüsse oder Ablauf später nicht erreichbar sind.
Warum brauchen Wasserfangkästen an Flachdach oder Attika eine gesonderte Planung?
Bei Flachdach oder Attika ist der Wasserfangkasten Teil eines abgestimmten Ablaufs aus Dachabdichtung, Zufluss, Kasten und Fallrohr. Eine Attika ist der aufgekantete Rand eines Flachdachs. An diesem Anschluss müssen Hauptentwässerung, möglicher Notwasserweg und Abdichtungsdetail gemeinsam funktionieren. Deshalb reichen die sichtbaren Rohrdurchmesser allein für die Auswahl nicht aus.